Unsere Philosophie

 Frischer Wind in den Segeln… volle Kraft voraus!

 

Die größte persönliche Entwicklungschance

von Dr. Wolfgang Hinz

 

Willst Du lieber balanced oder unbalanced durch Dein Leben gehen? Balanced bedeutet: im gesunden Gleichgewicht im Denken, Fühlen und Handeln. Unbalanced bedeutet: nicht im Gleichgewicht. Menschen, die ihr Gleichgewicht im Leben gefunden haben, werden auch entwickelte Persönlichkeiten genannt.

 

Beginnen wir mit einem Beispiel. Der 40jährige Hans Helfer ist stolz auf seine Hilfsbereitschaft. Wenn man ihn bittet, dann hilft er eben. Oft bietet er auch seine Hilfe aktiv an, wenn er sieht, dass er gebraucht wird. Er kann sich gut in andere Menschen hineinversetzen und empfindet Mitleid, wenn seine Mitmenschen leiden. Er weiß, dass sein Verhalten in hohem Maße gesellschaftliche Anerkennung genießt. „Wie schön könnte die Welt sein, wenn sich alle Menschen so vorbildlich verhielten wie ich“, denkt Hans. Er hat in seinem Leben noch nie „nein“ gesagt. Er kann das einfach nicht. „Du musst mir jetzt helfen“ löst bei Hans immer das Helferprogramm aus. Deshalb wird er auch oft ausgenutzt. Es gibt aber auch im Leben von Hans Situationen, in denen nein sagen das bessere Verhalten wäre.

 

Mit einem Test kann Hans feststellen, wie weit er in seinem Gleichgewicht im Denken, Fühlen und Handeln bereits fortgeschritten ist. Der Test liefert ihm seine Gleichgewichts-Bilanz.

Der Test zeigt: Hans ist unbalanced, nicht im Gleichgewicht. Er hat das Fühlen überentwickelt und dafür das Handeln vernachlässigt. Er reklamiert zwar für sich, dass er sich seinen Mitmenschen mit seinem Lebensentwurf überlegen fühlt und wünscht sich eine Welt, in der alle Menschen so sind wie er. Hans hat kein Defizitbewusstsein. Ihm war vor dem Test nicht bewusst, dass er noch ein gutes Entwicklungspotenzial im Bereich Handeln aufweist (s. Abbildung 1).

 

Schauen wir uns weiter einen Kommentar von Heike Helfer zu dieser Thematik an. Heike hat sich in der Vergangenheit wie Hans auch überwiegend wie der Persönlichkeitstyp Helfer verhalten. „Ich habe gelernt „nein“ zu sagen und die Grenzen des Machbaren für mich zu erkennen. War ein hartes Stück Arbeit, aber es hat sich gelohnt. Als Burnout-Erfahrene weiß ich sehr gut, wie wichtig es für mich war, diesen Entwicklungsschritt zu machen und in Freiheit zu entscheiden, wo ich auch mal Grenzen setze. Das Schöne daran: Ich habe mehr Kraft und Lebensfreude und sag auch häufig „ja“ – dann aber aus ganzem Herzen“.

Dieses hat Heike offensichtlich für sich selbst erkannt und entwickelt. Dazu hat sie auch das Leben selbst ein wenig angestuppst. Sie weist das Profil einer entwickelten Persönlichkeit auf: Denken, Fühlen und Handeln sind bei ihr im gesunden Gleichgewicht. Heike ist balanced.

 

Für jeden Persönlichkeitstyp gibt es einen eigenen Weg, auf dem er sein gesundes Gleichgewicht im Denken, Fühlen und Handeln finden kann. Das ist unser Wissen, welches wir mit Dir teilen möchten. Wir sprechen über Deinen ganz persönlichen Reife- und Entwicklungsprozess, der im Gleichgewicht aus Denken, Fühlen und Handeln mündet.

 

Immer wieder werden neue Motivatoren entdeckt oder alte Motivatoren wiederentdeckt und als allgemeingültig veröffentlicht. Das Problem dabei: Es gibt keine allgemeingültigen Motivatoren und keine allgemeingültige Motivation. Beide sind zutiefst individuell (subjektiv) und darüber hinaus auch von der aktuellen Situation eines Menschen abhängig (situativ). 

 

Motivation ist Teil der Interessenstruktur

Dazu kommt, dass Motivation nur die erste Ebene jeder Interessenstruktur darstellt. Diese wird durch drei weitere tiefergehende Ebenen ergänzt. Um diese eine Interessenstruktur herum gibt es dann noch weitere acht. Lebenslustige Lebenskünstler haben nun mal eine andere Interessenstruktur als prinzipientreue Perfektionisten, liebesorientierte Helfer, imageorientierte Siegertypen, identitätssuchende Individualisten, erkenntnisorientierte Denker, sicherheitsorientierte Traditionalisten, durchsetzungsstarke Machtmenschen oder harmoniesuchende Friedenstifter.

Unterschiedliche Kategorien

Die Aussagen ‚den Eigenantrieb aktivieren‘ und ‚jemanden motivieren‘ stammen wie oben dargestellt aus unterschiedlichen Kategorien. In der Kategorie Eigenantrieb spielt der Unterschied zwischen intrinsisch und extrinsisch keine besondere Rolle. Beides sind die unterschiedlichen Seiten derselben Münze.

Den Eigenantrieb entdecken 

Der Eigenantrieb versteckt sich je Persönlichkeitstyp in dessen Interessenstruktur und kann dort abhängig von der jeweiligen Situation auch entdeckt werden. Dazu braucht es die Kenntnis über die Interessenstrukturen und auch ein wenig Übung.

Den Eigenantrieb aktivieren

Ein Trainer, der die Eigenantriebe seiner Teilnehmer aktivieren kann, muss sich über die Umsetzung seines Verhaltenstrainings in die betriebliche Praxis keine Sorgen machen. Eine Führungskraft, welche die Eigenantriebe ihrer Mitarbeiter aktivieren kann, muss sich über die Erledigung ihrer Aufgaben und die Erreichung ihrer Ziele keine Sorgen machen. Ein Vertriebler, der die Eigenantriebe seiner Kunden aktivieren kann, muss sich über seinen Vertriebserfolg keine Sorgen machen.

Motivation ist gut – Eigenantrieb ist wirksamer

Menschen tun nicht, was sie sollen, sondern was sie wollen. Was ein Mensch will, hängt davon ab, was ihn antreibt, sprich von seinem Eigenantrieb. Eigenantrieb ist sowohl im intrinsischen wie auch im extrinsischen Bereich wirksamer als Motivation. Das liegt daran, dass die jeweils zugrunde liegenden Interessenstruktur je Persönlichkeitstyp sowohl Primär- wie auch Sekundärmotivation umfaβt und einschlieβt. Insofern geht das Thema uns alle an: beruflich wie privat.

Wirksame Persönlichkeitsentwicklung  

von Dr. Wolfgang Hinz

Vor einigen Jahren rief mich ein Verleger an und fragte, ob ich ein Buch für ihn hätte. Gerade hatte ich mein Manuskript über soziale Kompetenz fertig und bot es ihm an. „Persönlichkeitsentwicklung geht nicht“, war seine lapidare Antwort. Er hatte damals recht und das gilt auch heute noch. Allerdings liegt das nicht daran, dass es keinen Markt dafür gäbe. Im Gegenteil: Es gibt ein groβes schlummerndes Potenzial. Eine altgediente Abteilungsleiterin sagte mir: „Ich habe seit über zehn Jahren keine Weiterbildung mehr besucht. Ich weiss, ich müsste das. Aber ich habe keine Zeit dafür“. Gemeint ist natürlich, dass so ein Seminarbesuch keine Priorität für sie hat, da sie keinen Nutzen für sich erwartet. Woran liegt das?

Mainstream-Verhaltenstraining ist weitgehend wirkungslos

Alexandra ist Trainerin für Führungstraining, eine wirklich erfolgreiche. Rhetorisch brillant. Ihre Trainingsabläufe sind gut, spannend und anregend. Natürlich zertifiziert. Ihr Training kommt immer gut an. Das kann sie an den Feedback-Bögen erkennen, welche die Teilnehmer am Ende immer ausfüllen. Gerade ist sie sehr nachdenklich. Der Personalchef ihres größten Kunden hat ihr eine Auswertung vorgestellt. Danach gelingt es nur rund 15 % ihrer Seminarteilnehmer, das Erlernte tatsächlich in die betriebliche Praxis umzusetzen. Sofort wird bei Alexandra der Abwehrmechanismus „Rechtfertigung und Schuldzuweisung“ aktiv. An ihr liegt es nicht, wie man ja wohl an den Feedback-Bögen erkennen kann. Das liegt am Unternehmen und dessen Kultur. Tatsache bleibt aber, dass ihr Training nur wenig Wirkung in der operativen Praxis zeigt. Tatsächlich ist es Alexandra bisher nicht gelungen, die Eigenantriebe ihrer Teilnehmer zu aktivieren.

K.O. – Kriterien im Mainstream-Verhaltenstraining

Alexandra hat zwei K.O.-Kriterien in ihrem Verhaltenstraining, welche den Transfer des Erlernten in den beruflichen oder persönlichen Alltag blockieren. Zum einen fordert sie von den Teilnehmern eine Verhaltensänderung. Altes Verhalten soll entlernt werden und durch neugelerntes Verhalten ersetzt werden. Weiter fehlt ihrem Konzept die Individualisierung. Lebenskünstler haben eine andere Interessenstruktur als Perfektionisten, Helfer, Sieger, Individualisten, Denker, Traditionalisten, Machtmenschen oder Friedenstifter.

Beide K.O.-Kriterien führen dazu, dass Alexandras Training weitgehend wirkungslos bleibt und das Vorurteil gegen Persönlichkeitsentwicklung nur bestätigt. Natürlich wollen sich Trainer ein möglichst grosses Stück vom Kuchen ‚Persönlichkeitsentwicklung‘ abschneiden. Aber der Kuchen schrumpft.

Die Frage, die sich jetzt aufdrängt: „Was können und müssen wir tun, damit der Kuchen sich wieder
vergrö
βert?“. Offensichtlich hängt das davon ab, ob es gelingt, die Wirksamkeit
des Persönlichkeitstrainings signifikant zu erhöhen. Wirksame Persönlichkeitsentwicklung eben. Dafür gibt es ein riesiges schlummerndes Potenzial.

Dazu müssen die Trainer aufhören, an der Persönlichkeit ihrer Teilnehmer herumändern zu wollen. Das ist ohnehin aussichtslos. Sie müssen ihren Teilnehmern individuelles Dazulernen im Sinne der Erweiterung ihrer Verhaltensbandbreite anbieten. Und sie müssen die Mitverantwortung für die Wirkung
und Umsetzung ihrer Verhaltenstrainings in den beruflichen und persönlichen Alltag übernehmen. Das können sie erreichen, indem sie die Eigenantriebe ihrer Teilnehmer aktivieren. Denn wenn ein Mensch aus seinem Eigenantrieb heraus handelt, dann tut er das entsprechend seinen Fähigkeiten bestmöglich. Dabei braucht er keine Aufsicht. Diese Ma
βnahmen sind geeignet, der wirksamen Persönlichkeitsentwicklung den Stellenwert zu geben, den sie verdient.

Auf Dauer werden Teilnehmer, Personalentwickler und Personalchefs zwischen weitgehend wirkungslosem Verhaltenstraining und wirksamer Persönlichkeitsentwicklung unterscheiden lernen. Ersteres läβt den Kuchen weiter schrumpfen. Letzteres vergröβert ihn. Die entscheidende Frage ist: Wo positionieren Sie sich selbst? Wollen Sie sich ein möglichst groβes Stück vom schrumpfenden Kuchen abschneiden oder wollen Sie an der Vergröβerung des Kuchens mitarbeiten?

Zusammenfassend: Das Mainstream-Verhaltenstraining fühlt sich für gute, spannende und anregende Trainigsabläufe verantwortlich und ist zertifiziert. Es ist beim Transfer in den betrieblichen oder persönlichen Alltag weitgehend wirkungslos. Daher schrumpft auch die Bedeutung der Persönlichkeitsentwicklung, obwohl es dafür ein riesiges schlummerndes Potenzial gäbe. Wirksame Persönlichkeitsentwicklung legt gerade auf die Umsetzung in den Alltag gröβten Wert. Sie setzt auf Individualisierung und Erweiterung der Verhaltensbandbreite bei den Teilnehmern. Weiter wird der Eigenantrieb aktiviert. Gelingt dies, braucht sich die Trainerin keine Sorgen über den Transfer in den Alltag zu machen. Mit dem Buch ‚Eigenantrieb‘ bzw. einem Besuch unseres aktuellen Seminars kann das jeder in Eigenregie lernen.